AUSSTELLUNGSHISTORIE 2004 BIS 2019

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Bildmotiv von Lutz Krutein

Extinction Manual

Anleitung zum Aussterben

08. bis 22. September 2019

35 Künstler*innen untersuchen zusammen mit versierten Fachleuten Tendenzen und Prozesse in Hinsicht auf das menschliche, vorausschauende Planen und Handeln im Angesicht einer sich nähernden Katastrophe.

Die Ausstellung EXTINCTION MANUAL – Anleitung zum Aussterben zeigt Ergebnisse, Hypothesen und Prognosen zusammen mit Kunstwerken aus Zeichnung, Malerei, Objektkunst, Fotografie, Video und Installation.

Teilnehmende Künstler:  

Akbar Akbarpour, Fürth / Stefan Atzl, Nürnberg / Georg Baier, Aurachtal / Bruno Bradt, Fürth / Laure Chenard, Berlin / Gaby Groß, Altdorf / Anjo Haase, Fürth / Anton Hantschel, Nürnberg / Bettina Jaenicke, Nürnberg / Franz Janetzko, Langenzenn / Winston Kelley, Nürnberg / Sejin Kim, Nürnberg / Piotr Korzeniowski, Krakau / Lutz Krutein, Fürth / Clemens Lang, Fürth / Eva Mandok, Feucht / Monika Meinhardt, Stegaurach / Anja Molendijk, Fürth / Jakub Najbart, Krakau / Tilman Oehler, Oberrüsselbach / Gerlinde Pistner, Nürnberg / Janusz Radtke, Nürnberg / Jürgen Rosner, Flachslanden / Ingmar Saal, Nürnberg / Peter Schmidt, Asperg / Stephan Schwarzmann, Fürth / Detlef Schweiger, Dresden / Christian Vittinghoff, Nürnberg / Nilüfer Yildirim, Nürnberg / Michael Zirn, Wassermungenau

 

Eröffnungsprogramm:

Zur Eröffnung des Abends sprechen Katharina Winkler und Lutz Krutein sowie die Nürnberger Vertreter von Extinction Rebellion (XR) . Anschließend Möglichkeit zu Vortrag und Diskussion. Ab 20:00 Uhr und zu jeder vollen Stunde: ( I : : I ) Bryan Hillesheim, Christian Schloyer, Thomas Kugelmeier, Michael Ammann. Instant Elektroakusmatik Interplay 4.0 – Live Performances in der St. Bonifatius Kirche.
Gegen 21:00 Uhr „Papier“figurentheater von Bernhard Springhart und Anjo Haase (ca. 20 Min.)

 

 

Veranstalter:  KunstRaum Weißenohe  e.V.

Ausstellungsleitung:   Lutz Krutein

Öffentlichkeitsarbeit: Lutz Krutein

Kooperationspartner: Katharina und Urban Winkler (Klosterbrauerei Weißenohe)

 

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Bildmotiv von Akbar Akbarpour

EINSICHTEN.03 [ out of ] control

08. - 23. September 2018

Hintergrund

Seit 2004 finden in der Veranstaltungsreihe „KunstRaum Weißenohe“ Ausstellungen zeitgenössischer bildender Kunst zu gesellschaftlichen und sozialen Themen statt. Im kommenden Jahr widmen wir uns mit dem dritten Einsichten-Thema dem Trend oder Zwang zur Kontrolle und den Kräften, die dieser Tendenz vorausgehen bzw. zu Grunde liegen.

Situation

Während sich die fleißig ins nächste Burnout arbeitende und per demokratischer Abstimmung durch die von ihr gewählten Parteien entmündigte Bevölkerung immer willfähriger jeder staatlichen oder geheimdienstlichen Zumutung (Abhören von Gesprächen, Überprüfung des Mailverkehrs, Sammlung und Weitergabe von „Verbraucher“-Daten und persönlichen Kontakten, Schikanierung und Demütigung von Geflüchteten, Arbeitslosen und Alten) beugt, gebärden sich internationale Großkonzerne einerseits und Staatsmänner und -frauen andererseits zunehmend im Sinne absoluter Herrscher. Politische Bewegungen formieren sich mit überholten Inhalten als „Alternative“, angeschoben von einem perspektivlosen und phantasie-freien, rassistischen und nationalistischen Mob.

Was tun, wenn sich politische Mehrheiten dazu entscheiden, verbriefte Grundrechte einzuschränken oder außer Kraft zu setzen*? Welche Position beziehen wir angesichts dieses gesellschaftlichen Klimas in der Bildenden Kunst? Welche Antworten stehen uns zur Verfügung?

Individualismus und Streben nach Macht

Der Mensch erscheint uns häufig als bedrohte Gattung. Weniger bedroht von Naturgewalten oder wilden Bestien als vielmehr durch die eigenen Artgenossen. Seit dem Beginn der menschlichen Aufzeichnungen lesen wir wir von Kriegen, Mord, Gewaltherrschaft, Versklavung und Folter.

 Teilnehmende Künstler:  

Akbar Akbarpour, Georg Baier, Sascha Banck, Florian Boehm, Mona Burger, Laure Chenard, Bruno da Todi, Johannes Gräbner, Manon Grashorn, Anton Hantschel, M. Ulrike Irrgang, Bettina Jaenicke, Susanne von Janda, Franz Janetzko, Jonas Johnke, Cris Koch, Piotr Korzeniowski, Anneliese Kraft, Hartmut Kuhnke, Kamil Kuzko, Clemens Lang, Jakub Najbart, Mathias Otto, Stephan Pfeiffer, Janusz Radtke, Franco Rasetti, Ingrid Riedl, Peter Schmidt, Michal Sroka, Witold Stelmachniewicz, Christian Vittinghoff

 

Eröffnungsprogramm:

Eröffnung der Ausstellung am   8. September 2018 um 19 Uhr durch Katharina Winkler und Lutz Krutein

anschl.  Premium-Jazz von Ralf Bauer 2B

anschl.  KUGELMEIER // SCHLOYER // HILLESHEIM // AMMANN 

Realtime Electroacoustic Quadrophonic Interplay

 

 

Veranstalter:  KunstRaum Weißenohe  e.V.

Ausstellungsleitung:   Lutz Krutein

Öffentlichkeitsarbeit: Lutz Krutein

Kooperationspartner: Katharina und Urban Winkler (Klosterbrauerei Weißenohe)

 

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Bildmotiv von Anton Hantschel

EINSICHTEN. 02 „Lebensfreude“

( High Spirit )

04. - 26. September 2016

Etwas Wollen

Der Mensch wie er sein soll, verspürt Lust am Tun, er hat Interesse, andere Menschen zu treffen, alleine oder gemeinsam zu planen, zu arbeiten, zu essen und zu trinken oder eine Freizeitbeschäftigung zu genießen. Diese Aspekte beschreiben scheinbar jedermanns Alltag. Sie verändern ihre Bedeutung, wenn wir sie aus der Sicht der Menschen betrachten, denen die Möglichkeit von sich aus tatkräftig zu werden nur eingeschränkt oder gar nicht zur Verfügung steht. Die Spanne reicht hier von Kranken, Verletzten, Alten, Menschen mit Behinderung/ en, über Elternteile mit Kleinkindern bis zu Menschen, die eine Sozialphobie entwickelt haben, die der Dinge überdrüssig geworden sind, die unter speziellen Ängsten leiden, sich verfolgt oder bedroht fühlen, in einer Strafvollzugsanstalt oder in einer psychiatrischen Einrichtung gefangen sind, die Hunger leiden, in Kämpfe verwickelt sind oder sich in ähnlichen oder sonstigen Zwangszuständen befinden. Diese Situationen sind keine Einzelfälle, sondern die Mehrheit aller Menschen lebt tatsächlich auch im 21. Jahrhundert noch unter fremdbestimmten, unerfreulichen bis katastrophalen Umständen.

Diese Situationen sind keine Einzelfälle, sondern die Mehrheit aller Menschen lebt tatsächlich auch im 21. Jahrhundert noch unter fremdbestimmten, unerfreulichen bis katastrophalen Umständen.

 Teilnehmende Künstler:  Georg Baier, Ulrike Beckmann, Sabine Braun, Uwe Gerhardt, Anton Hantschel, Bettina Jaenicke, Winston Kelley, Lutz Krutein, Biggi Liebich, Eva Mandok, Tilman Oehler , Janusz Radtke, Jürgen Rosner, Efthymia Sampsonidou Peter Schmidt, Kerstin Schmitt, Sabine Schuster, Detlef Schweiger, Corinna Smok, Christian Vittinghoff, Christiane Weber, Ute Woracek, Nilüfer Yildirim

Eröffnungsprogramm:

Eröffnung durch Katharina Winkler und Lutz Krutein.

Martti Mäkkelä (Fürth) spielt und singt lustige und traurige Lieder, frisch vom Rande des Lebens.

Das Hotel am Rande des Abgrunds, Vortrag zur Thematik der Ausstellung von Uwe Gerhard.

Veranstalter:  KunstRaum Weißenohe  e.V.

Ausstellungsleitung:   Lutz Krutein

Öffentlichkeitsarbeit: Lutz Krutein

Kooperationspartner: Katharina und Urban Winkler (Klosterbrauerei Weißenohe)

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EINSICHTEN. 01 Vom Schwinden der Erinnerung (Fading Memory)

06. - 28. September 2015

Aus der Erfahrung

Die Kunst des Vergessens ist weder einer Frage des Alters noch der Intelligenz. Menschen nehmen in jeder Sekunde eine Flut von Reizen auf und behalten von diesen einen sehr geringen Teil in Erinnerung und auch nur für eine gewisse Zeit. Die Fähigkeit, über bestimmte Ereignisse dezidiert Auskunft erteilen zu können, sollte uns nicht darüber hinweg täuschen, dass wir ständig Daten und Fakten aus unserem Gedächtnis verlieren. Anders gesagt: Wir sind von Natur aus unfähig, das Erlebte jederzeit abrufen zu können. Bei Gesprächen über das Zeitgeschehen in Bezug auf Politik und Kultur fallen uns plötzlich Namen von Diktatoren oder Filmstars nicht mehr ein, die einstige Schulfreundin wird auf ihre Ticks oder wenige, bestimmte Äußerlichkeiten reduziert, die Gesichter unserer Eltern oder Großeltern, wie wir sie in unserer Kindheit kannten, erkennen wir zwar auf Fotos wieder, wenn wir diese sehen, aber im Gedächtnis sind sie uns meist nicht geblieben.

29 Künstler/innen aus Deutschland, Polen und Großbritannien untersuchen das Phänomen der Erinnerung. Die Ausstellung umfasst Installationen, Zeichnungen, Gemälde, Objekte und Videos.

 

 Teilnehmende Künstler:  

 Georg Baier, Aurachtal (D), Zbigniew Bajek, Krakau (PL), Ulrike Beckmann, Solingen (D), Andrzej Bednarzyk, Krakau (PL), Daniel Birkmann, Zirndorf (D), Lukasz Blazejewski, Krakau (PL),  Miro Brada, London (GB), Bartosz Czarnecki, Krakau (PL), Ulrika Eller-Rüter, Wuppertal (D), Hermine Gold, Pinzberg (D) , Susann-Maria Hempel, Greiz (D), Piotr Korzeniowski, Krakau (PL), Lutz Krutein, Fürth (D), Kamil Kuzko, Krakau (PL), Darek Milczarek, Krakau (PL), Jakub Najbart, Krakau (PL), Tilman Oehler, Oberrüsselbach (D), Thomas Oram, Nürnberg (D), Jan Podgórski, Krakau (PL), Janusz Radtke, Nürnberg (D), Jürgen Rosner, Nürnberg (D), Detlef Schweiger, Dresden (D), Justyna Smolen, Krakau (PL)Michal Sroka, Krakau (PL), Witold Stelmachniewicz, Krakau (PL), Michal Stonawski, Krakau (PL), Jan Tutaj, Krakau (PL), Christian Vittinghoff, Nürnberg (D), Heike Wurthmann, Nürnberg (D)

 

Eröffnungsprogramm:

Zur Eröffnung des Abends sprechen Katharina Winkler und Lutz Krutein.

Es spielt Andreas Zeug (akustische Gitarre).

 

Veranstalter:  KunstRaum Weißenohe  e.V.

Ausstellungsleitung:   Lutz Krutein

Öffentlichkeitsarbeit: Lutz Krutein

Kooperationspartner: Katharina und Urban Winkler (Klosterbrauerei Weißenohe)

 

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AN UND FÜR SICH?

06. - 28. September 2015

An und für sich? stellt bildenden Künstlerinnen und Künstlern die Frage, in wie weit das Streben des modernen Menschen sich auf Konsum und Leistung konzentriert, wie weit die konsumierenden Individuen dabei selbst zur Ware werden und welches Menschenbild daraus in unserer Gesellschaft entsteht, da die  Individualisierung der Menschen zunehmend zum Merkmal unserer Gesellschaft wird.

Diese Vereinzelung beruht auf einer spezifischen Form der gesellschaftlichen Arbeitsteilung – der Lohnarbeit – und sie trennt unseren Lebensraum in zwei soziale Bereiche, einen für Familie und Freizeit und in einen oder mehrere für die Reproduktion.

Diese beiden Gruppen haben kaum Berührungspunkte oder Schnittmengen. Beide Bereiche sind zudem instabil. Menschen verändern sich innerhalb ihrer Berufstätigkeit,

um Karrieremöglichkeiten wahrzunehmen oder auf Veränderungen der Arbeitsmarkt-situation zu reagieren. Paare sind meist nur eine begrenzte Zeit zusammen und setzen ihre Familien Trennungsprozessen aus. Kinder nehmen am „Erwerbsleben“ teil und trennen sich von ihren Eltern, um ihr Leben selbst zu gestalten. Sie werden dadurch im Wesentlichen von familiären Verpflichtungen frei und kümmern sich vorwiegend um sich selbst. Daraus geht hervor, dass unseren sozialen Bindungen kein Selbstzweck, sondern ein bestimmtes Interesse zugrunde liegt und dass sie mit zunehmendem Alter der Menschen quasi erodieren. Ältere Personen leiden verstärkt unter Vereinsamung, da das Interesse an diesen Personen sich meist „nicht lohnt“.

 

 Teilnehmende Künstler:  

 Micha Ammann, Georg  Baier,  Stefan Ebertsch, Philine Görnandt, Anton Hantschel, Karton (Künstlergruppe), Bettina Jaenicke, Franz Janetzko, Piotr Korzeniowski, Lutz Krutein, Edgar Kucharzewski, Kamil Kuzko, Young Hun Lee, Barbara Lidfors, Eva Mandok, Hwang Myoung-sop, Jakub Najbart,  Tilman Oehler, Janusz Radtke, Ingrid  Riedl, Jürgen Rosner, Peter Schmidt, Kerstin Schmitt, Michaela Schwarzmann, Corinna Smok, Tomas Tzen, Heike Wurthmann, Christa Varadi,

 

Eröffnungsprogramm:

Jeweils um 20:00/21:00/22:00 Uhr AMMANN/HORN Instant Interplay 2.0

Michael Ammann: Phonetik // Günter Horn: Manipulierte Gitarre

STEFAN EBERTSCH präsentiert unter dem Titel „Daham“ Fragmente für einen sinnfreien Heimatroman.Hörspielcollage mit Sprecher, Computer, Axt und Spielautomat.

 

Veranstalter:  KunstRaum Weißenohe  e.V.

Ausstellungsleitung:   Lutz Krutein

Öffentlichkeitsarbeit: Lutz Krutein

Kooperationspartner: Katharina und Urban Winkler (Klosterbrauerei Weißenohe)

 

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ZU ALLEM ÜBERFLUSS (Into the Bargain)

31. August bis 29. September 2013

In diesem Jahr betrachten wir die massenhafte Produktion von Lebensmitteln, Konsumgütern und Kultur, stellen die Frage nach dem Sinn der ökonomischen Wertschöpfung sowie dem subjektiven Empfinden von Wert und Müll.

 

Darf’s ein bisschen mehr sein?

Die ökonomische Warenproduktion ist im Allgemeinen die industrielle Produktion von Massenware, die nach dem Prinzip der Arbeitsteilung und unter Maschineneinsatz möglichst optimal geplant und durchgeführt wird. Um das Überleben in der Konkurrenz zu sichern, werden die Beschaffung von Rohstoffen und Energie, der Einsatz von Arbeitskräften, die Lagerung und der Vertrieb der Produkte sowie alle weiteren Tätigkeiten in einem Unternehmen bis ins kleinste Detail geplant und strukturiert.

Der konsequenten Ökonomisierung innerhalb eines Verantwortungsbereiches steht jedoch eine weltweite, ungeheure Verschwendung von Rohstoffen, Energie und Arbeitskraft gegenüber – allein bedingt durch eine kontinuierliche Überproduktion. Tatsächlich sinkt allerorts der Wert von Alltagsprodukten. Analog dazu sinkt der Wert der menschlichen Arbeitskraft und in der Folge der allgemeine Wert von Gesundheit und Leben.

 

 Teilnehmende Künstler:  

 Georg  Baier, Reiner  Bergmann, Hermine Gold, Anton Hantschel, Ilse Hatzold, Bettina Jaenicke, Franz Janetzko, Winston Kelley, Stefan Koch, Young Hun Lee,Vanja Mervic, Tilman Oehler , Fridrich Popp , Janusz Radtke, Jürgen Rosner, Regina Schmidt, Michaela Schwarzmann, Corinna Smok, Claudia Wirth , Heike Wurthmann, Michael Zirn , Reiner Zitta

 

 

Veranstalter:  KunstRaum Weißenohe  e.V.

Ausstellungsleitung:   Lutz Krutein

Öffentlichkeitsarbeit: Lutz Krutein

Kooperationspartner: Katharina und Urban Winkler (Klosterbrauerei Weißenohe)

 

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Nachbarn- Neighbors

08. - 23. September 2012

Abgrenzung

Kaum jemand macht sich bewusst, dass sie oder er beim Über-den-Zaun-Gespräch mit dem Nachbarn durch ein vor allem trennendes Element verbunden ist. Was auf den ersten Blick so harmonisch daherkommt ist tatsächlich Ausdruck von Uneinigkeit- erzeugt durch aneinander grenzende Besitztümer und unterschiedliche Interessen auf jeder Seite. Jedes Eigentum an Grund und Boden garantiert dem Eigentümer die alleinigen Nutzungsrechte. Insofern kann mit anderen Grundstücken und deren Eigentümern eben keine Einheit und also auch keine Einigkeit bestehen. Es spielt dabei keine Rolle, ob man seinen Nachbarn gerade versteht oder mag. Entscheidend (im Sinne einer Abgrenzung) ist das Verfolgen unterschiedlicher Interessen, die Verteilung von Rechten und Pflichten durch die jeweilige politische Macht und daslegal definierte Verhältnis der Nachbarn zueinander. Tatsächlich kann aus der mit Grundeigentum befassten existierenden Vielzahl von Regeln und Gesetzen ein hohes Konfliktpotenzial abgeleitet werden.

 Teilnehmende Künstler:  Baier Georg, Gold Hermine, Hammerer Cornelia, Hatzold Ilse, Jaenicke, Bettina, Janetzko Franz,  Kamil Kuzko, Piotr Korzeniowski, Christof Kraus,Lutz Krutein, Edgar Kucharzewski, Eva Mandok, Vanja Mervic, Jakub Najbart, Tilman Oehler, Janusz Radtke, Jürgen Rosner, Peter Schmidt, Susa Schneider, Margit Schuler, Michaela Schwarzmann, Corinna Smok, Fredder Wanoth, Heike Wurthmann

Zwischenbericht:  (A. Schoeller & K. Polzin)

 

 

Veranstalter:  KunstRaum Weißenohe  e.V.

Ausstellungsleitung:   Lutz Krutein

Öffentlichkeitsarbeit: Lutz Krutein

Kooperationspartner: Katharina und Urban Winkler (Klosterbrauerei Weißenohe)

 

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Terrorwarnung -Auseinandersetzung mit einem Klima der Angst

04. bis 25. September 2011

Kritische Kunst in Weißenohe

KunstRaum Weißenohe greift zehn Jahre nach dem 11. September 2001 ein Tabuthema auf und untersucht mit den Mitteln der bildenden Kunst das Bild des Terrorismus und das Umfeld, in dem dieses Bild erzeugt wird. Möglicherweise ist der „Terrorist“ vor allem eine nützliche Konstruktion? Tatsächlich gerät jede Bewegung, die gegen die Durchsetzung ökonomischer und machtpolitischer Interessen agiert, früher oder später unter einschlägigen Verdacht.Die immer wieder kehrende „verschärfte Bedrohungslage“ hat System. Misstrauen verlangt nach Kontrolle und diese lässt sich leichter rechtfertigen, wenn zuvor ein Klima der Angst erzeugt wird.Damit verbunden ist der sukzessive Abbau demokratischer Rechte und die Veränderung der politischen Kultur insgesamt.

KunstRaum Weißenohe will dieses Klima der Angst und die Ursachen untersuchen, die dahinter stehen. Wir wollen uns mit den Bildern beschäftigen, die in diesen Zusammenhängen von staatlichen Organen und den Medien propagandistisch erzeugt werden und wir wollen wissen, welchen Zwecken diese dienen.

 

Teilnehmende Künstler: 

Georg Baier (Zeichner, Grafiker), Aurachtal,

Laurentiu Feller (Objektkünstler), Nürnberg

Anton Hantschel (Zeichner, Grafiker), Nürnberg

Franz Janetzko (Bildhauer), Fürth

Piotr Korzeniowski (Fotograf und Maler), Krakau,

Lutz Krutein (Objektkünstler, Fotograf), Fürth ,

Edgar Kucharzewski (Objektkünstler), Nürnberg

Eva Mandok (Bildhauerin), Feucht,

Jakub Naibart (Maler), Krakau,

Tilman Oehler (Objektkünstler, Keramiker), Oberrüsselbach,

Fridrich Popp (Bildhauer), Nürnberg

Janusz Radtke (Maler, Zeichner), Nürnberg,

Jürgen Rosner (Designer, Objektkünstler), Flachslanden,

Susa Schneider (Fotografin), Fürth

Peter Weinstein (Maler, Fotograf), Nürnberg,

Michael Willsch (Grafikkünstler), Jena,

 

 Veranstalter:  Katharina und Urban Winkler (Klosterbrauerei Weißenohe)

Ausstellungsleitung:   Lutz Krutein

Öffentlichkeitsarbeit: Lutz Krutein

 

 
 
 
 

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Auswandern – Movement

11. Juli – 2. August 2009

Auswandern – Movement versucht die Sicht des Menschen einzunehmen, der da nicht mehr ist, woher er kommt, und noch nicht dort, wohin er will: Was trieb ihn fort, machte ihm Angst? Was ließ er zurück? Was erwartet ihn? Begriffe wie IDENTITÄT, ASYL und MENSCHENRECHT sowie ASSIMILATION erlangen in diesem Zusammenhang zentrale Bedeutung, es wird aber auch die Rede sein vom Wiederaufleben Hohn spottender Euphemismen und vom so genannten Schicksal und dessen Ursachen als Folge politischen Handelns.Die politische, soziale und kulturelle Entwicklungsgeschichte von Gesellschaften ist immer auch mit Migrationsbewegungen und -erfahrungen gekoppelt. Wir können auf die leidvollen Erfahrungen der Kolonialzeit und zweier Weltkriege zurückblicken, deren Auswirkungen z.T. noch bis heute direkt spürbar bleiben. So haben die „Vertriebenen“ ihre kulturelle Besonderheit oder ihre industriellen Erfahrungen (wie z.B. die sudetendeutschen oder schlesischen Arbeiter) zur Umwandlung Bayerns von einem  Agrarstaat in eine moderne Industriegesellschaft wesentlich mitgestaltet. Dabei bleiben emotionale, manchmal auch konkrete Verbindungslinien zur „alten“ Heimat bestehen.

Mittlerweile hat sich Deutschland zu einem Einwanderungsland gewandelt, auch wenn es Strömungen gibt, die diesen Umstand nicht so sehen wollen. Die ökonomische Entwicklung nach 1945 hätte ohne die „Gastarbeiter“ nie gelingen können. Die Frage des politischen Asyls ist von den Gründervätern der zweiten deutschen Republik aus ihrer eigenen Erfahrung heraus besonders betont und einer modernen Demokratie als Humanpakt implementiert worden.  

 

Teilnehmende Künstler:  Heidi Abt, Michael Ammann, Ismail Atmali, Georg Baier, Lisa Castellani, Bruno da Todi, Alfred Delocatelli, Katja Distelbarth, Susanne Dundler, Gerhard Fau, Laurentiu Feller, Barbara Fuchs, Yvonne Germann, Hermine Gold, Eila Goldhahn, Anton Hantschel, M. Ulrike Irrgang, Bettina Jaenicke, Franz Janetzko, Piotr Korzeniowski, Matjaz Kramar, Christoph Kraus, Lutz Krutein, Hartmut Kuhnke, Eva Mandok, Vanja Mervic, Jakub Najbart, Peter Ortner, Miriam Pertegato, Fridrich Popp, Johannes Praus, Janusz Radtke, Jürgen Rosner, Peter Schmidt, Kerstin Schmitt, Sabine Schuster, Andrzej Siek, Nika Simac, Klaus Teutsch, Kathrin Ullrich, Heike Wurthmann, Stuart Young, Petra Zimmerer, Chen Zhiwei

 

 Veranstalter:  Katharina und Urban Winkler (Klosterbrauerei Weißenohe)

Ausstellungsleitung:   Lutz Krutein

Öffentlichkeitsarbeit: Lutz Krutein

 

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In aller Heimlichkeit (Undercover)

5. September – 28. September 2008

Das Private, Nichtöffentliche, Intime ist der vor aller Augen verdeckte Teil des gesellschaftlichen Lebens und in zumindest einigen westlichen Ländern ein vor dem Zugriff staatlicher Institutionen sowie vor den Medien geschützter Bereich. Somit ist hier das Obskure ein etablierter Teil der öffentlichen Ordnung. Dieser Umstand erscheint zunächst widersinnig, da ein Ordnungssystem mit einer nicht definierten Größe auch insgesamt nicht definiert werden kann, also keine Ordnung mehr ist, sondern eine Unordnung, ein Chaos. Die Gesellschaft behilft sich in diesem Fall mit dem Ausweg der Abgrenzung und erschafft zwei Systeme, die parallel zueinander existieren sollen. Erstrebt wird die öffentliche Ordnung einerseits und das Privatleben andererseits. Ob letzteres in Ordnung oder Chaos stattfindet, bleibt jedem selbst überlassen, solange nur die allgemeine Ordnung nicht berührt wird. Da nun jedoch beiden Kategorien dieselben Subjekte angehören, deren Handlungsmuster nach den gleichen Ursachen und Prinzipien funktionieren und deren Interessen ebenfalls identisch sind, wirkt die Trennung durchweg fraglich. Der Gegensatz zwischen partikularem (privatem) und übergeordnetem (allgemeinem) Interesse bildet nicht weniger als die Basis des klassischen Dramas.

 

Teilnehmende Künstler:  Georg Baier, Sascha Banck, Ralf Bauer, Daniel Berger, Mona Burger, Lisa Castellani, Laurentiu Feller, Katja Fischer, Barbara Fuchs, Renate Fukerieder, Hermine Gold, Eila Goldhahn, Cornelia Hammerer, Anton Hantschel, M. Ulrike Irrgang, Bettina Jaenicke, Edgar Kucharzewski, Le Fatine, Eva Mandock, Zsizsi Markos, Veronica Organo, Janusz Radtke, Jürgen Rosner, Christian Ruckdeschel, Peter Schmidt, Susa Schneider, Peter Weinstein

 

 Veranstalter:  Katharina und Urban Winkler (Klosterbrauerei Weißenohe)

Ausstellungsleitung:   Lutz Krutein

Öffentlichkeitsarbeit: Lutz Krutein

 

2007

Human Plaster
Menschen, Masse und gesellschaftliche Form

8. September – 30. September 2007

Was immer mittels Techniken, Prozessen oder Projekten in der Öffentlichkeit geschieht oder ihr zugänglich gemacht wird, übt eine mehr oder weniger große Wirkung auf sie aus. Auch wenn Wirkungen unserer (Kunst-)Aktionen nicht im einzelnen messbar und vor allem nicht auf ihre gesellschaftsverändernde Relevanz hin vorhersagbar sind, so lässt sich doch aus dem Vorgenannten ableiten, dass der zu modellierende „Stoff“ sich keineswegs auf einen möglichen Ausstellungsgegenstand beschränkt, sondern sich stets auch auf die Gesellschaft selbst ausdehnt. Die Organisation des menschlichen Zusammenlebens – also unsere Zivilisation – darf damit als lebendiges und formbares Gebilde im Sinne einer fortwährend sich selbst gestaltenden, sich selbst erneuernden organischen Skulptur verstanden werden.

 

Human Plaster thematisiert in diesem Sinne die Beziehung zwischen Werk und Wirkung.

Teilnehmende Künstler:  Michael Ammann, Ismail Atmali, Georg Baier, Sascha Banck, Mona Burger, Laurentiu Feller, Hermine Gold, Eila Goldhahn, Natalie Gutgesell, Simona Koch, Ursula Kreutz, Edgar Kucharzewski, Hartmut Kuhnke, Ines Kupfer, Barbara Lidfors, Milan Matschke, Tilman Öhler, Sabine Pester, Janusz Radtke, Jürgen Rosner, Christian Ruckdeschel, Peter Schmidt, Hans Salomon Schneider, Radka Tuhackova

 

 Veranstalter:  Katharina und Urban Winkler (Klosterbrauerei Weißenohe)

Ausstellungsleitung:   Lutz Krutein

Öffentlichkeitsarbeit: Lutz Krutein

 

 

2006

Mächtige Verlierer – Machtlose Gewinner

16. September bis – 1. Oktober 2006

Der lohnabhängig Beschäftigte tut nahezu alles, um seinen Job zu behalten, der Arbeitslose nahezu alles, um einen Job zu bekommen.

 

Die Benutzung von Menschen durch den Menschen wird fortschreitend hemmungsloser umgesetzt und jede Produktivitätssteigerung wird zum Hebel der Umverteilung des gesellschaftlichen Vermögens. Auf die augenblickliche Einteilung der Bevölkerung in Verlierer und Gewinner folgt eine weitere Vergrößerung des Abstandes zwischen Arm und Reich, und zwar solange, bis die Existenzfrage der ärmeren Schichten erreicht ist. Wird den Ärmsten die Lebensgrundlage entzogen, dann nehmen sie sich das was sie brauchen mit Gewalt und führen so letztlich das Absterben der demokratischen Gesellschaft herbei.

 

Im Fokus dieser Ausstellung steht der Mensch in Mitteleuropa, der innerhalb dieser Spannungen sein Auskommen suchen und seine Zukunft planen will. Welchen Zuständen ist er ausgesetzt, welchen Hoffnungen gibt er sich hin? Macht er, was ihm gesagt wird oder trägt er Verantwortung? Oder wird er zum Widerstandskämpfer, zum Verbrecher oder zum Terroristen? Wird er zum Opfer oder versucht er, sich mit seinen Zeitgenossen zu solidarisieren? Was würde aus solchen Zusammenschlüssen erwachsen? Welche Werte können überleben? Welchen Ausdruck findet die Phantasie, findet die Kultur? Wie spiegelt sich diese Krise in der Bildenden Kunst?

 

Teilnehmende Künstler: Ismail Atmali, Georg Baier, Connie Bertz, Wolfgang Duck, Renate Fukerider, U.N. Haus-mann, Hermine Gold, Natalie Gutgesell, M. Ulrike Irrgang, Franz U. Janetzko, Christina
Jüttner, Lutz Krutein, Edgar Kucharzewski, Eva Mandok, Zsizsi Markos, Patrick Niesel, Tilman Oehler, Janusz Radtke, Jürgen Rosner, Christa Schüssel, Christa Varadi

 

 

Veranstalter:  Katharina und Urban Winkler (Klosterbrauerei Weißenohe)

Ausstellungsleitung:   Lutz Krutein

Öffentlichkeitsarbeit: Lutz Krutein

 

2005

Grenzenlos – Wandel der Heimat

9. Juli bis 14.August 2005

Grenzenlos: negiert zunächst das Phänomen der Grenze, der Abgrenzung verschiedener Systeme und ihrer Gültigkeiten voneinander. Der Begriff soll das bewusste und notwendige Überschreiten des Trennenden aus ökonomischen, wissenschaftlichen und kulturellen Beweggründen fokussieren.

 

Heimat: ist der unmittelbare Lebensraum, das Herkunftsgebiet, das vertraute Umfeld oder einfach der wahrgenommene Wohlfühlbereich jedes  Einzelnen im sozialen, gefühlsmäßigen
oder geografischen Sinne. Der Heimatbegriff ist jedoch ohne Begrenzung substanzlos und kann ohne Vergleich nicht wirken. Bemerkenswert ist hier, dass subjektiv empfundene Bereiche (wie die Heimat) lediglich in etwa bemessen sind und bei genauerer Betrachtung an ihren Rändern verschwimmen, so dass Eingrenzungen (oder Ausgrenzungen) hier zwangsläufig unscharf verlaufen.

Das Spannungsverhältnis der Begriffe wird durch Einbeziehung einer Zeitachse konkret, angedeutet durch das Moment des Wandels.
Die Vorstellung von Heimat wird durch extreme, sich rasch vollziehende Veränderungen indifferent. Im Kontext des aktuellen Geschehens wurde ein allgemeiner Prozess verdeutlicht, der bei vielen Menschen zunehmende Unsicherheit erzeugt.

Teilnehmende Künstler: Rudolf Ackermann, Mirjami Ärmänen, Georg Baier, Anette Blocher, Wolfgang Duck, Hermine Gold, U.N.Hausmann,  M. Ulrike Irrgang, Christina Jüttner, Sabine Kleingütl, Ruth Luxenhofer, Zsizsi Markos, Joanna Maxellon, Uwe Niklas, Irmtraud Norberg, Matthias Otto, Barbara Pfannes, Janusz Radtke, Ariane Ritter, Jürgen Rosner, Susanne Rupp, Anja Schoeller, Susanne Schötterl.

 

Veranstalter:  Katharina und Urban Winkler (Klosterbrauerei Weißenohe)

Ausstellungsleitung:   Lutz Krutein

Öffentlichkeitsarbeit: Lutz Krutein

Kooperationspartner: Susanne Moessner (Terpscora tanzt)

 

2004

Heilig. Heilig? Formen des Kultes

18. Juli – 15. August 2004

Wenn die Kunst ein Labor für letzte Geheimnisse und tiefste Gründe ist, dann richtet sie ihren Blick auf die immer wieder aufs Neue leidenschaftlich erlittenen wie auch genossenen Konfrontation des Menschen mit den Essenzen und Attributen seiner Existenz.

Der Tod ist gewöhnlich, das Heilige außergewöhnlich. Das Außergewöhnliche des Heiligen gründet im Unveränderlichen, das Vergehend-Einzelne Überdauernde. Es ist das Leben über den Tod des Einzelnen hinaus, verkörpert im Kollektiv, das im Heiligen, in gemessener, auratischer Distanz, sich anschaut, sich seiner inne wird. Dem Statuarischen werden Statuten und Statuen gewidmet. Denn jenes Anschauen des Heiligen ist, tabuistischer Ethik entsprechend, streng geregelt. Es wird ritualisiert in positiven Kulten, die, nach Maßgabe fixierter Ordnungen des Respekts (“Das Allerheiligste”), im wesentlichen um die Zelebration des Opfers (“Sacrificium”) zentriert sind. (Friedhelm Kröll)

Teilnehmende Künstler: Rudolf Ackermann, Michael Ammann & Heijko Bauer, Anette Blocher, Laure Chenard, Judith Chrestels, Wolfgang Duck, Hans Grün, Anton Hantschel, Eva Hermann, Helmut Jahn, Franz Janetzko, Heike Jost, Sabine Kleingütl, Lutz Krutein, Manuela Liszewski, Milan Matschke, Joanna Maxellon, Barbara Pfannes, Ariane Ritter, Anja Schoeller, Radka Tuhackova, Teresa Wiechova


Veranstalter: Katharina und Urban Winkler (Klosterbrauerei Weißenohe)

Ausstellungsleitung: Lutz Krutein

Öffentlichkeitsarbeit: Michael Schels (Schels PR, jetztkunst.de)

Kooperationspartner: Jürgen Rosner (culture deluxe)